Wieso kommt es immer wieder zu Kriegen ? Liegt uns Menschen (oder gar : Uns Männern) der Krieg in den Genen ?
Der Humanethologe (Verhaltensforscher) I. Eibl-Eibesfeldt sagt dazu in seinem Buch "Die Biologie des menschlichen Verhalten " : Nein ! Der Krieg ist vielmehr das Ergebnis einer kulturellen Evolution, für die einige angeborene Dispositionen genutzt werden. Diese sind :
1. Die Neigung, einander in geschlossenen Gruppen loyal beizustehen. 2. Die Bereitschaft, bei Bedrohung von Gruppenmitgliedern aggressiv zu reagieren. 3. Die Motivation, insbesondere des Mannes, zu kämpfen und zu dominieren. 4. Die Neigung, Reviere zu besetzen und zu verteidigen. 5. Die Fremdenscheu, d, h. das Ansprechen auf agonale [kämpferische] Signale des Mitmenschen, den man nicht kennt. 6. Die Intoleranz gegen Abweichungen von der Gruppennorm.
Bei § 3 wäre ich geneigt, dies noch weiter aufzugliedern. Vermutlich wird man da bei Verhaltensweisen der PartnerInnensuche landen, bei der Dominanz gegenüber anderen Männchen/Männern mit dem Ziel, das Herz der Angebeteten zu gewinnen, sowie bei der Verteidigung des Nachwuchses.
Zu dem Thema fallen mir zwei Dinge ein: 1.) Die Saharasia-These http://www.orgonelab.org/saharasia_de.htm - die ungefähr besagt, dass Gesellschaften in Notzeiten restriktiver und körperfeindlicher werden. 2.) Jared Diamond - der in Kollaps http://www.amazon.de/gp/product/3596167302 ähnliches beschreibt - Kriege gehen meist von Gesellschaften aus, deren Reproduktionsrate nicht mit den räumlichen Ressourcen in Einklang steht.