Seit John Horton Conway 1970 einen zellulären Automaten entwickelte, der "Zellen" in Abhängigkeit von der Zahl ihrer Nachbarn entstehen oder vergehen ließ und diesen prompt "das Spiel des Lebens" taufte, stellt sich der Betrachter solcher Computersimulationen unwillkürlich die Frage, in wie weit die virtuellen "Gesellschaften", die sich auf dem Bildschirm entwickeln, einen Bezug zur Realität haben.
Die einfachen Regeln, die auf der Mikroebene den Individuen eingegeben werden, führen oft zu einem komplexen System auf der Makroebene, das mehr ist als die Summe seiner Teile und einer Dynamik folgt, die vom Verhalten des Individuums losgelöst ist. Auch hier fühlt man sich an die komplexen Gesellschaften erinnert, die der Mensch geschaffen hat und die aus Menschen gebildet wird, die aber offensichtlich nicht von diesen gesteuert werden. Von wem dann ? Von ihrer Eigendynamik vielleicht ? Wie kommt die zu Stande ?
Diese Forum soll sich zu einer Plattform entwickeln, auf der sich Leute über diese Fragen austauschen können, sei es unter dem Aspekt der Programmierung, der philosophischen Betrachtung oder dem Verständnis von Mechanismen, nach der die Politik, die Wirtschaft oder der eigene Fußballverein funktioniert (oder auch nicht).
Ich hoffe, dass sich bald genug Teilnehmer zusammenfinden, um dem Forum Leben einzuhauchen und wünsche allen viel Spaß und Inspiration.